Professionelle Reinigungsdienstleistungen
Krankenhaus- und Klinikreinigung – Reinigungsdienstleistung von MSS Cleaning

Krankenhaus- und Klinikreinigung

Stationen, Funktionsbereiche und OP-Umfeld – nach Risikobereichen getrennt organisiert.

Reinigung als Teil der Infektionsprävention

In einer Klinik ist Reinigung keine Serviceleistung am Rand des Betriebs, sondern eine Maßnahme der Infektionsprävention. Erreger werden im Krankenhaus überwiegend über Hände und über Kontaktflächen übertragen – Bettgestelle, Nachttische, Türgriffe, Bedienelemente, Handläufe. Wer diese Flächen zuverlässig aufbereitet, unterbricht Übertragungswege. Wer stattdessen große Bodenflächen optimiert, erzeugt einen sauberen Eindruck ohne den entscheidenden Effekt.

Den Rahmen setzen das Infektionsschutzgesetz, die Empfehlungen der KRINKO zur Flächenreinigung und -desinfektion sowie die DIN 13063, die die Anforderungen an die Reinigung in Krankenhäusern beschreibt. Verantwortlich für den Hygieneplan bleibt Ihr Haus; unsere Aufgabe ist die fachgerechte, belegbare Umsetzung.

Wir arbeiten dafür mit Personal, das für den jeweiligen Bereich eingewiesen ist, mit bereichsgebundener Ausstattung und mit einer Dokumentation, die auch dann trägt, wenn im Nachhinein rekonstruiert werden muss, wann welches Zimmer wie aufbereitet wurde.

Bereiche, die wir übernehmen

Pflegestationen Patientenzimmer mit laufender Desinfektion der patientennahen Flächen, Nasszellen, Stationsstützpunkt, Fachräume und Flure.
Intensiv- und Überwachungsbereiche Bereiche mit besonders gefährdeten Patienten: engerer Turnus, erweiterte Kontaktflächenliste, bereichsgebundene Ausstattung.
OP- und Eingriffsbereiche Zwischenreinigung im Takt des OP-Programms, Schlussreinigung nach Programmende, gesondert eingewiesenes Personal.
Funktionsdiagnostik und Endoskopie Untersuchungsräume mit besonderem Infektionsrisiko, abgestimmt auf die Untersuchungsabläufe.
Notaufnahme Unplanbare Belegung, häufige Kontaminationsereignisse, hoher Publikumsverkehr – hier zählt Reaktionsfähigkeit mehr als ein starrer Plan.
Isolierzimmer Aufbereitung nach dem für den Erreger festgelegten Regime, mit eigener Ausstattung und dokumentierter Schlussdesinfektion vor Neubelegung.
Bettenaufbereitung Bettgestell, Matratzenbezug und Nachttisch nach Entlassung – dezentral auf Station oder zentral, je nach Organisation Ihres Hauses.
Verwaltung, Foyer und Nebenflächen Bereiche ohne Infektionsrisiko – hier gelten die Maßstäbe der gewerblichen Unterhaltsreinigung.

Laufende Desinfektion und Schlussdesinfektion

Diese beiden Begriffe werden in Ausschreibungen oft vermischt, meinen aber Unterschiedliches. Die laufende Desinfektion begleitet die Belegung: Patientennahe Flächen und Kontaktflächen werden im festgelegten Turnus aufbereitet, während der Patient das Zimmer nutzt.

Die Schlussdesinfektion erfolgt nach Entlassung, Verlegung oder Aufhebung einer Isolierung. Sie umfasst das gesamte Zimmer einschließlich Bett, Nachttisch und Nasszelle und muss abgeschlossen sein, bevor neu belegt wird. Hier entsteht der praktische Konflikt jeder Klinikreinigung: Die Station braucht das Bett, und die Aufbereitung braucht Zeit.

Wir lösen das über Disposition statt über Verkürzung – mit Personal, das auf Entlassungsspitzen reagiert, und mit einer klaren Rückmeldung an die Station, wann ein Zimmer freigegeben ist. Ein verfrüht freigegebenes Zimmer ist ein Risiko, das sich später nicht mehr korrigieren lässt.

Organisation im laufenden Klinikbetrieb

  • Bereichsgebundene Teams und Ausstattung – Wagen, Bezüge und Geräte wechseln nicht zwischen Risikobereichen.
  • Bezugsmethode mit frischem Bezug je Zimmer und durchgängige Farbcodierung.
  • Präsenz rund um die Uhr, einschließlich Rufbereitschaft für Kontaminationsereignisse.
  • Feste Ansprechpartner je Bereich und regelmäßige Abstimmung mit der Krankenhaushygiene.
  • Nachweise für Masernimmunität, Unterweisung nach TRBA 250 und arbeitsmedizinische Vorsorge des Personals.
  • Dokumentation je Zimmer und Maßnahme – rekonstruierbar, nicht pauschal.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Krankenhaus- und Klinikreinigung.

1

Was regelt die DIN 13063?

Sie beschreibt die Anforderungen an die Reinigung und die desinfizierende Reinigung in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen – von der Einteilung der Bereiche über die Anforderungen an Personal und Ausstattung bis zur Qualitätssicherung. Sie ist die fachliche Grundlage, auf der sich Klinikreinigung heute ausschreiben und prüfen lässt.

2

Was ist der Unterschied zwischen laufender und Schlussdesinfektion?

Die laufende Desinfektion begleitet die Belegung: patientennahe Flächen und Kontaktflächen werden während des Aufenthalts im festgelegten Turnus aufbereitet. Die Schlussdesinfektion erfolgt nach Entlassung oder Verlegung und umfasst das gesamte Zimmer einschließlich Bett und Nasszelle, bevor neu belegt wird. Bei isolierten Patienten ist sie zwingend und dokumentationspflichtig.

3

Übernehmen Sie die Bettenaufbereitung?

Ja. Die Aufbereitung von Bettgestell, Matratzenbezug und Nachttisch nach Entlassung ist Teil der Schlussdesinfektion. Ob sie dezentral auf der Station oder zentral in einer Aufbereitungsanlage erfolgt, richtet sich nach Ihrer Klinikorganisation – beides bilden wir ab.

4

Wie arbeiten Sie im OP-Bereich?

Mit eigenem, gesondert eingewiesenem Personal, eigener Ausstattung und einem festen Ablauf: Zwischenreinigung zwischen den Eingriffen im Takt des OP-Programms, Schlussreinigung nach Programmende. Der OP-Bereich wird nicht mit derselben Ausstattung bearbeitet wie der Rest des Hauses – Wagen, Bezüge und Geräte bleiben im Bereich.

5

Sind Sie auch nachts und am Wochenende präsent?

Ja. Ein Krankenhaus hat keinen Feierabend. Notfallaufnahme, OP-Bereitschaft, Verlegungen und Kontaminationsereignisse fallen rund um die Uhr an. Wir stellen entsprechend Präsenz und Rufbereitschaft, abgestimmt auf Ihre Betriebszeiten.

6

Wie wird die Qualität geprüft?

Über die vereinbarten Verfahren der Qualitätssicherung: visuelle Kontrollen nach festgelegtem Prüfschema, Begehungen gemeinsam mit Ihrer Hygienefachkraft und die Auswertung von Abweichungen. Entscheidend ist, dass festgestellte Mängel eine Korrektur auslösen und diese nachvollziehbar ist.